Vitamin D

ist ein lebenswichtiger Vitalstoff, der vom Körper selbst produziert bzw. in fettlösliches Vitamin D3 umgewandelt und zu 95 Prozent über das Sonnenlicht aufgenommen wird, hier jedoch ausschließlich über die UV-Strahlung. Glasscheiben absorbieren UV-Strahlung. Eine sonnige Wohnung reicht also nicht aus. Außer in Milch und fettreichem Fisch kommt Vitamin D in nahezu keinem Nahrungsmittel als Vitaminquelle vor. Um den Tagesbedarf zu decken, müsste man jedoch zehn Gläser Milch trinken und einen ganzen Aal verzehren, was für Vegetarier und Veganer ohnehin uninteressant wäre.

Sonnenlicht gegen Vitaminmangel

Aktives Vitamin D ist notwendig für Knochenbildung und Zellerneuerung, stärkt das Immunsystem, beugt Osteoporose und Rachitis vor. Außerdem wirkt Vitamin D regenerierend bei Krebserkrankungen, da es ungesundes Zellwachstum bekämpft. Mangelerscheinungen durch einen Vitaminmangel an Vitamin D sind eine „Volkskrankheit“. Besonders gefährdet sind Menschen, die nachts arbeiten und tagsüber schlafen, Krankenhauspatienten und Insassen von Altenheimen. Bei alten Menschen ist das Defizit besonders hoch, weil die Aufnahmefähigkeit des Vitamins über die Haut im Alter nachlässt. Schwangere und Kinder haben ebenfalls einen erhöhten Bedarf an Vitamin D.

Vitaminquelle: Nahrungsergänzung

Den Wissenschaftlern ist es gelungen, Vitamin D synthetisch herzustellen. Vitaminpräparate helfen vor allem in den sonnenarmen Monaten unterstützend, ersetzen jedoch nicht die Sonnenstrahlen. Vitamin D wird über die Haut aufgenommen und in jeder Köperzelle umgewandelt. Bereits 15 – 20 Minuten tägliches „Sonne tanken“ sollen reichen, um den Tagesbedarf an Vitamin D eines Erwachsenen (20 µg pro Tag) zu decken. Vitamin D ist speicherfähig und reichert gesundes Fettgewebe an. Bei übergewichtigen Menschen funktioniert die Synthese allerdings nicht, sondern verkehrt sich ins Gegenteil. Lebertran ist ein klassischer Vitamin-D-Spender, was wiederum für Veganer nicht in Frage kommt. Jetzt weiß ich auch, warum die Menschen in Grönland und Alsaka Lebertran so schätzen.

Lichtblick für Vegetarier

Avocado (3,4 µg/100 g) und Champignons (1,9 µg/100 g) sind die einzigen pflanzlichen Nahrungsmittel, die über relevante Mengen an Vitamin D verfügen und somit den Speiseplan sinnvoll ergänzen können. Wer sich von Frühjahr bis Herbst an sonnigen Tagen viel an frischer Luft bewegt, ist im Winter gut geschützt und benötigt nur wenig zusätzliches Vitamin D. In manchen Ländern wird Vitamin D einigen Lebensmitteln (z.B. Margarine) beigefügt, um eine Unterversorgung der Bevölkerung zu vermeiden, in Deutschland  nicht.