Indonesien Affenbaby von Rettet den Regenwald

Sie kaufen kein Palmöl? Vielleicht nicht bewusst, doch der Stoff, der die Regenwälder zerstört, steckt in beinahe jedem zweiten Alltagsprodukt.

Palmöl boomt – und das weltweit. Mit 54 Millionen Tonnen (2011) ist es das am meisten produzierte Pflanzenöl. Die Industrie liebt diesen Rohstoff, weil er so unglaublich billig ist und zudem leicht zu verarbeiten. Doch für unsere billigen Konsumgüter, die Palmöl enthalten, stirbt der Regenwald.

Plamölplantage von Rettet den Regenwald

Denn für die riesigen Monokulturen der Ölpalmen wird Regenwald gerodet. Mit den Baumriesen sterben seltene und wunderschöne Tiere wie die Orang-Utans, Tiger und Nashörner und seltene Singvögel. Sollte ihr Lebensraum weiter so beschnitten werden, könnten sie sogar bald vollkommen aussterben.

Viele Urwälder in Indonesien, dem Exportmeister, sind sogenannte Torfmoorwälder. In ihnen ist besonders viel CO2 gespeichert. Beim Roden dieser Wälder wird es freigesetzt – und trägt massiv zum globalen Treibhauseffekt bei. Faktisch brennt es immer irgendwo in Indonesien und auf Sumatra. Über Satelit kann man die riesigen Rauchwolken erkennen.

Die US-Umweltbehörde EPA prüft erneut, ob sich mit importiertem Palmöl die schädlichen Auswirkungen des Verkehrssektors auf die Umwelt und das globale Klima verbessern lassen. Das auf riesigen Monokulturen im Regenwald produzierte tropische Öl soll dem fossilen Kraftstoff beigemischt und der CO2-Ausstoß der Kraftfahrzeuge zumindest auf dem Papier verringert werden.

In der Praxis verursacht Palmöl jedoch immense Umweltzerstörungen, weil für dessen Anbau riesige Flächen an Regen- und Torfwäldern weichen müssen. Der in der Vegetation und den Böden der Regenwälder gespeicherte Kohlenstoff steigt durch die Rodungen als CO2 in die Atmosphäre.

Anfang des Jahres hatte die EPA das tropische Pflanzenöl aus der Erneuerbare-Energien-Verordnung ausgeschlossen, weil die berechnete CO2-Einsparung zu gering ausfiel und Agrodiesel aus Palmöl damit die Klimastandards der USA nicht erfüllte.
Die vernünftige Entscheidung der EPA wird seit Monaten heftig von der Palmölindustrie sowie den Regierungen von Indonesien und Malaysia attackiert. Mit in Auftrag gegebenen Gefälligkeitsstudien versuchen diese, das tropische Öl als umweltfreundlich darzustellen.

Professionelle Lobby-Firmen wie Holland & Knight wurden engagiert, um die Öffentlichkeit zu täuschen und Druck auf die EPA auszuüben. Deren Entscheidung gegen Palmöl soll rückgängig gemacht werden. Ziel der Lobbyisten ist es, den riesigen amerikanischen Markt für Agrodiesel aus Palmöl zu erschließen.

Nächste Woche besucht eine EPA-Delegation Palmöl-Plantagen in der Riau Provinz auf Sumatra und trifft sich mit den indonesischen Umweltminister Gamal Nasir.

Bitte fordern Sie die EPA auf, zu ihrer Entscheidung zu stehen und Agrodiesel aus Palmöl auch weiterhin nicht in den USA freizugeben. Treibstoff aus Palmöl ist NICHT umweltfreundlich!

Protestaktion durch Rettet den Regenwald e.v.