ziller smart“Die Ästhetik der Energiewende sichtbar machen und über alle Generationen flexibel nutzbare Gebäudestrukturen entwerfen, ist das Ziel des Entwurfs.”

Michael Ziller, Architekt März 2013

Die Entwicklung des Smart Material House »smart ist grün« im Rahmen der IBA Hamburg gibt uns die Möglichkeit, die Denkstrukturen im Bereich der im Bau verwendeten Materialien sowie deren Verknüpfungen mit den Wohnformen zu hinterfragen. Mit dem sich daraus ergebenden Anstoß zum Umdenken von »zentraler« zu »lokaler« Gewinnung und Speicherung von Energie sowie Wandelbarkeit der Räume und Nutzungen ergibt sich eine neue Ästhetik im Bauen.

Mit dem Start des IBA Präsentationsjahres 2013 am 23./24. März 2013 wird unser 2009 aus einem internationalen Wettbewerb hervorgegangenes Wohngebäude “Smart ist grün” als Teil der “Bauausstellung in der Bauausstellung” in Wilhelmsburg Mitte eröffnet. Hier steht es zusammen mit anderen Case Study Houses für Tendenzen im Wohnungsbau des 21. Jahrhunderts.

Klug ist Smart und Smart ist Grün.

Wohnen zwischen Industrie und Landschaft.
Technik und Natur, Industrie und Landschaft. Im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg bilden diese Gegensätze ein Spannungsfeld, in dem es sich am Puls der Zeit leben lässt. Dieses Leben braucht im 21. Jahrhundert einen besonderen Raum für das Wohnen: für Singles, Paare, für Familien aller Art, für ältere Menschen und Wohngruppen. Und es braucht Flexibilität: Aus Singles werden Paare, aus Paaren werden Familien und Patchwork-Familien, die Kinder gehen, die alt gewordenen Eltern kommen, ein Einlieger mietet sich ein oder ein Untermieter oder mehrere, eine Wohngruppe entsteht. Im SmartGreenHouse sind die Wohnungen so angeordnet und so konzipiert, dass sich eine Vielzahl an räumlichen Konstellationen ergibt, die darüber hinaus noch veränderbar sind und sich den jeweils neuen Herausforderungen des Lebens stellen. Die Grundrisse sind klug und veränderbar arrangiert. Die Wohnungen sind so arrangiert, dass auch geteilt werden können.

Ein gutes Klima

Zu den modernen Herausforderungen unserer Zeit zählt auch das Klima. Nicht nur, dass man ein Dach über dem Kopf und Wände zum Schutz braucht oder eine Heizung für kalte Tage. Das Klima selbst braucht Schutz und sollte künftig nicht mit Abgasen, vor allem nicht mit CO2, belastet sein. Energie für Heizung, warmes Wasser und Strom gewinnt das SmartGreenHouse klugerweise an Ort und Stelle durch die Sonne über Kollektoren an der Fassade und auf dem Dach.

Ihr Strom wird, wenn er nicht direkt verbraucht wird, in zwei Elektroautos gespeichert, die vor dem Haus stehen. Die Wärme kann in einem Speicher aus PCM (Phase Changing Material) einem neuartigen Material bewahrt werden, dass sich stets an der Grenzen vom flüssigen zum festen Aggregatzustand hält und dadurch die einmal eingestellte Temperatur lange speichert. Das Haus produziert soviel Energie wie es selbst und die Menschen, die darin wohnen, brauchen. Bei klugem Verbrauch lässt sich sogar Energie ernten, die dann weiter gegeben wird. Reicht dies im Winter nicht aus, bekommt das Haus zusätzliche Energie aus einem mit Biomethan betriebenem Blockheizkraftwerk.

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