ROG 2012

Ein Schwerpunkt des neuen Fotobuchs liegt auf den arabischen Ländern. In Libyen hat der US-amerikanische Fotograf Michael Christopher Brown das Grauen des Krieges mit der Handykamera festgehalten. Er überlebte einen Angriff, bei dem zwei seiner Kollegen ums Leben kamen, und erinnert an ihre letzten Tage. Eine Bildserie von Simon Norfolk aus Syrien, das für ausländische Reporter offiziell gesperrt ist, illustriert eindrucksvoll den Pomp, mit dem sich das Assad-Regime selbst inszeniert. Die Angst und die Wut der Aufständischen treten in der dazugehörigen Reportage umso deutlicher hervor.

Zurückhaltender, aber nicht weniger eindringlich wirken die Fotos aus anderen Ländern: In Japan dokumentiert Dominic Nahr die Stille nach der Katastrophe in Fukushima. Der Ungar Tamas Dezso führt in poetischen Bildern an Orte fernab politischen Tumults und Francesco Zizola folgt im jüngsten Staat der Erde jungen Hirten in die Steppen Südsudans.

ROG Fotoband 2011

Rund 20 Fotografen und zehn Autoren haben ihre Werke für das ROG-Fotobuch unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Mit dem Verkauf der Bücher finanziert ROG Öffentlichkeitsarbeit, Anwaltskosten und medizinische Hilfe für verfolgte Journalisten. 2010 wurde der Bildband mit dem kress Award für den besten Relaunch ausgezeichnet. Die Fotobände unterstützen die gute Arbeit.

Über ROG

1985 im südfranzösischen Montpellier von einer Hand voll Journalisten gegründet, ist Reporter ohne Grenzen heute eine weltweit agierende Menschenrechtsorganisation.

Ein Netzwerk aus über 150 Korrespondenten, neun Sektionen und drei Büros setzt sich rund um den Globus für Meinungs- und Pressefreiheit ein, recherchiert und dokumentiert Verstöße gegen dieses Menschenrecht und unterstützt verfolgte Journalisten und Medien.

Mit gezielten Kampagnen wird auf Verstöße gegen die Pressefreiheit aufmerksam gemacht. So wird gleichzeitig dauerhafte Aufklärungsarbeit geleistet.

Reporter ohne Grenzen finanziert sich durch aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen sowie durch den Verkauf von Fotobänden. Geschenktipp mit Niveau.

Hauptsitz der internationalen Organisation ist in Paris seit 1994 ist die deutsche Sektion von Berlin aus tätig.

ROG ist als Nichtregierungsorganisation international anerkannt. Wir haben Beraterstatus beim Europarat, bei dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen sowie bei der UNESCO.
Für das weltweite Engagement ROG mehrere Auszeichnungen erhalten

2009 den „Roland Berger Preis für Menschenwürde“ sowie die „Karlsmedaille für europäische Medien“ für unseren Einsatz für Pressefreiheit und den Schutz verfolgter Journalistinnen und Journalisten.

2007 den Siebenpfeiffer-Preis in Anerkennung unseres vorbildlichen, der Aufklärung verpflichteten journalistischen Engagements.

2005 den  „Sacharow-Menschenrechtspreis“ des Europäischen Parlaments.