PEADie Public Eye Awards (vormals Public Eye on Davos) setzen einen kritischen Kontrapunkt zum Jahrestreffen des World Economic Forums (WEF) in Davos. Organisiert seit dem Jahr 2000 durch die Erklärung von Bern und Pro Natura (seit 2009 anstelle mit Greenpeace) zeigen die Public Eye Awards den Akteuren der Weltwirtschaft, dass Menschen und Umwelt verachtende Geschäftspraktiken Konsequenzen haben – primär für die davon Betroffenen, aber auch für das Firmenimage. Ob ausbeuterische Arbeitsbedingungen, Umweltsünden, absichtliche Fehlinformation oder Nichteinhalten der Unternehmensverantwortung: Im Vorfeld des World Economic Forums im Januar werden die übelsten Unternehmen des Jahres auf einer Shortlist öffentlich angeprangert. Diese Firmen spüren den Druck der Zivilgesellschaft: Unsere „renommierten“ Schmähpreise stellen die Konzernskandale in internationales Scheinwerferlicht und helfen so NGO-Kampagnen auf der ganzen Welt zu mehr Gehör.

Gerechtigkeit für Konzern-Opfer

Durch die Liberalisierung der Märkte sind die Spielräume transnationaler Konzerne rasant gewachsen. So rasant, dass nationale Gesetze lange schon keinen ausreichenden Rahmen mehr setzen können. Und freiwilliges Engagement der Unternehmen ist häufig das Hochglanzpapier nicht wert, auf dem es dokumentiert wird. Ob es um die Patentierung überlebenswichtiger Medikamente geht, um rücksichtslose Rohstoffgewinnung oder die Ausbeutung von Arbeiterinnen und Arbeitern: Die Gier der in Davos versammelten Global Player treibt stinkende Blüten. Deshalb ist wichtiger denn je, Unternehmen an ihre soziale und ökologische Verantwortung zu erinnern. Wir fordern einen rechtlichen Rahmen, mit dem Unternehmen in die Pflicht genommen werden können.

Ab dem 4. Januar 2013 kann gewählt werden.

PEA vote 2013