headandshoulderslogoDie Firma Procter & Gamble bezieht laut Greenpeace-Recherchen für ein Shampoo Palmöl von Produzenten, die in Indonesien Rückzugsräume bedrohter Tiger und Orang-Utans vernichten.

Das bekannte Shampoo Head & Shoulders von Procter & Gamble beseitigt nicht nur Schuppen. Es enthält auch den Problemstoff Palmöl. Für dessen Produktion werden in Indonesien riesige Waldgebiete zerstört. Als einer der größten Palmölabnehmer weltweit habe der Konzern eine besondere Verantwortung, heißt es in dem neuen Report. 

Rund 460.000 Tonnen Palm- und Palmkernöl verarbeitet Procter & Gamble jährlich in seinen Produkten. Weniger als zehn Prozent des verwendeten Palm- und Palmkernöls bezog Procter & Gamble laut Greenpeace im Berichtsjahr 2012/2013 zertifiziert nach den Kriterien des Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO). Dieser soll eigentlich für mehr Nachhaltigkeit in der Palmölbranche sorgen.

Über verzweigte Lieferwege gelangt das schmutzige Palmöl zum Konzern. Eins der zehn Fallbeispiele im Greenpeace-Report: Die Firma BW Plantation verkauft Palmöl an zahlreiche Händler, darunter auch Musim Mas, die auch Procter & Gamble beliefern. Greenpeace-Recherchen belegen, dass BW Plantation in Kalimantan tausende Hektar ausgewiesenen Orang-Utan-Lebensraum zerstört hat.

In Indonesien ist die Palmölproduktion der größte Treiber der Entwaldung. Allein für Palmöl werden jährlich um die 150.000 Hektar Regenwälder zerstört. Die Austrocknung von Torfmooren und Rodung von Wäldern setzt klimaschädliches CO2 frei. Die Tiere des Waldes wie zum Beispiel der bedrohte Sumatra-Tiger, der Orang-Utan und das Waldkänguru verlieren ihren Lebensraum. Es kommt zu Landraub und Vertreibung der lokalen Gemeinden.

Greenpeace e.V./sk

Ein Palmölfreier Konsum ist möglich. Bei Codecheck erfahren wir, welche Produkte Palmöl enthalten. Auch vegetarische Brotaufstriche sind oft auf Palmölbasis. Nutella gehört leider auch dazu.

Palmöl Liste