glückSelbstheilung durch eine Änderung des Bewusstseins und einen spirituellen Weg – dies ist die Geschichte von Christoph Engen, der seit 23 Jahren an MS und Depressionen litt. Eines Tages traf er auf „Ein Kurs in Wundern“, ein Buch, das einen spirituellen Weg der Vergebung anbietet. Von da an änderte sich alles…

Von Christoph Engen

Von der schöpferischen Macht unserer geistigen Einstellung, unserer inneren Haltung, unserer Gedanken hatte ich oft gehört, vor allem durch die Beschäftigung mit dem spirituellen Lehrwerk EIN KURS IN WUNDERN, aber ich hatte dies einfach nicht effektiv für meine eigene Genesung einsetzen können. Immer waren Zweifel geblieben, ob das denn alles wahr sei. Und dass ich selbst für mein Erleben verantwortlich sein sollte – von A bis Z –, das empfand ich häufig wie einen Schlag ins Gesicht. Oft war ich empört darüber. Ich konnte diesen Gedanken einfach nicht nachvollziehen.

Ich hatte schon 23 Jahre lang an fortschreitender MS und an wiederkehrenden Depressionen gelitten, und um mich fortzubewegen, brauchte ich Gehhilfen oder den Rollstuhl. In den letzten Jahren dieser schlimmen Phase litt ich außerdem unter chronischer Verstopfung, Inkontinenz, lähmender Müdigkeit und Nervenschmerzen.

Alles in allem fühlte sich diese ganze Situation an wie ein quälend langsamer Sterbeprozess – ich verlor eine Fähigkeit nach der anderen. Wiederholt hatte ich versucht, an meinen Krücken auf hohe Gebäude hinaufzugelangen, um mich von dort hinunterzustürzen und dieses Elend so ein für alle Mal zu beenden. Die Angst allerdings, dass sich dadurch kein einziges Problem lösen würde und nur Tränen zurückbleiben würden, ganz abgesehen davon, dass mir das sehr wehtun würde, hielt mich wieder und wieder davon ab.

Was mich schließlich aus dieser Hölle herauskatapultierte, war, dass ich endlich eines Nachts diese ganze Sterberei endgültig satt hatte. Das war mein Leben hier und ich wollte es voll und ganz und in Fülle leben und wieder glücklich sein! Und das mit anderen teilen!

Was ich am allermeisten satt hatte, war diese ständige Angst, die sich wie ein übermächtiges Krebsgeschwür mittlerweile auf so viele Lebensbereiche ausgedehnt hatte. Angst, Angst, Angst, wohin ich in meinem Leben blickte. Vor allem hatte ich mittlerweile Angst. Angst vor dem Gehen sowieso. Angst, das Falsche zu essen, natürlich auch. Angst vor Rauch, Angst vor Alkohol, Angst vor Tabletten, Angst vor Fleisch, Angst vor Weißbrot, Angst vor meinem Herumgehumpele an zwei Stöcken, Angst vor der Reaktion der Menschen, die mich so sahen, Angst davor hinzufallen, Angst vor dem Tod, Angst vor dem Leben. Angst vor allem!

Und es war diese von mir gehegte und gepflegte und mit all meiner Lebensenergie gespeiste Angst, der ich in dieser Nacht den entscheidenden Tritt versetzte. Ich wollte wieder leben und glücklich sein und in Kommunikation. Nicht morgen oder in einer Woche, sondern jetzt auf der Stelle!

Ohne es zu bemerken hatte ich dadurch meine geistige Einstellung endlich grundlegend in die richtige Richtung gelenkt. Und offenbar kam diese Entscheidung aus einer solchen Tiefe und Überzeugtheit, dass meine Depression augenblicklich vorbei war. Die MS-Symptome waren das nicht, aber sie begannen nach und nach von mir abzufallen, jeden Tag ein Stückchen mehr. Und heute brauche ich zum Gehen meistens nicht einmal mehr einen Spazierstock. Überhaupt begannen all die Fähigkeiten, die ich über die Jahrzehnte verloren hatte, zu mir zurückzukehren.

Auch begann ich, mich weiter mit dem KURS IN WUNDERN auseinanderzusetzen, und las diesen jetzt mit völlig anderen Augen. Ich war so dankbar für dieses so klare und radikale Geistestraining. Ich fühlte mich von dem KURS buchstäblich an der Hand genommen. In unseren wöchentlichen Kursgruppen begann immer deutlicher die Stimme für Gott, wie es dort heißt, die Stimme des Heiligen Geistes bzw. der Universellen Intelligenz in und aus mir zu sprechen. Ich musste mich nur öffnen, die Leitung der Gruppe dieser höheren Intelligenz übergeben, und schon fühlte ich mich auf wundersame Weise geführt, genau das zu sagen, was jetzt im Moment für uns alle hilfreich war. Manchmal fielen dann alle Schranken weg, und nahezu die ganze Gruppe tauchte ein in das grundsätzliche Einssein allen Lebens.

Es wurde erfahrbar, dass es tief innen diese Lebendige Stille, diesen Lebendigen Frieden gibt, die umso erreichbarer sind, je mehr ich mich zu ihnen hin loslasse. Meiner Erfahrung zufolge kommt alle Genesung und Heilung von dort. Es fühlt sich an wie ein leuchtendes inneres Zuhause, das absolut unerschütterlich ist. Es fühlt sich an wie ein unbegrenztes inneres Reservoir an Heilung und Leben und Freude, das jedem weit offen steht, der willens ist, sich ihm zu öffnen.

Es ist also nur ein Punkt, den ich geändert habe, um dorthin zu gelangen: Ich wähle Glücklich- und Heil-Sein in dem Moment, in dem etwas Unglückliches in meinem Geist auftaucht. Sei es ein Gefühl von Schuld, ein Gefühl von Ärger, ein Gefühl von Angst oder eines von Schmerz. Allerdings anders als früher bin ich heute darin sehr entschieden.

Und wann immer sich irgendeine Art von Rückfall ereignet, dauert es nicht lange und ich erinnere mich, dies als eine weitere Gelegenheit anzusehen, in unser leuchtendes inneres Zuhause zurückzufinden und mich darin rundherum zu erneuern und zu erholen.

Es ist tatsächlich unser Geist, der bestimmt, wie unser Leben verläuft. Jede Erfahrung – gut oder schlecht – ist nur ein Spiegel, in dem wir etwas über die Einstellungen lernen können, die wir haben. Und wenn die Erfahrung, die sich mir präsentiert, nicht meinem Seelenwunsch entspricht, frei und glücklich und in Kommunikation zu sein, muss ich zuallererst meine Einstellung ändern, damit sich das Gute wieder ereignen kann.

Glücklichsein ist kein flüchtiger Zufall, sondern eine Entscheidung. Glücklichsein ist an keine äußere Bedingung geknüpft. Glücklichsein ist eine gottgegebene Eigenschaft der Seele und kann jederzeit neu gewählt werden, wenn man sie vergessen hat.

Der KURS IN WUNDERN gibt uns dahingehend eine Fülle von Hinweisen und Übungen an die Hand. Eine davon will ich hier hervorheben. Sie ist ganz zentral:

das Übergeben unserer Probleme und Pläne und Gefühle und Gedanken an Gottes Heiligen Geist, mit dem wir in Wahrheit eins sind.

Wenn man eine bildhafte Vorstellung dafür braucht, kann man sich z.B. Hände aus Licht vorstellen, die zu uns herreichen, und eben dort die eigenen Themen hineinlegen, seien es Probleme, Pläne, Gefühle oder Gedanken.

In aller Regel braucht dies häufiges Wiederholen und Zeit, doch früher oder später wird man merken, wie aus dem Licht dieser höheren Intelligenz Lösungsvorschläge für Probleme kommen, wie Pläne gereinigt zu einem zurückkehren und wie von Gefühlen und Gedanken nur jene bleiben, die uns und andere wirklich glücklich machen.

Vor allem jedoch führt diese innere Übung in die Erfahrung, dass wir tatsächlich nie alleine sind, dass der Gute Geist des Lebens immer bei uns ist und wir uns jederzeit an ihn wenden können.

Christoph Engen, www.atemverlag.de

EIN KURS IN WUNDERN ist im Greuthof Verlag erschienen.