Lens Armstrong, Rekordsieger der Tour de France und erfolgreichster Radprofi, wurden seine sieben Tour-Titel rückwirkend aberkannt. Wegen Doping.

Jan Ulrich, der als zweitbester die Titel nachträglich tragen könnte, legte keinen Wert darauf. Im Jahr 2005 mußte er sich mit dem Verdacht auf Doping auseinandersetzen. Nur durch eine Zahlung von mehr als 1. Mio € wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt. Vor einiger Zeit hatte ich einen spannenden Bericht über die Anfänge der Tour de France gelesen. Die Athleten von damals, zu sehen auf grobkörnigen s/w Aufnahmen, berichteten über Ihre Wahl der  angewendeten Aufputschmittel. Kokain und weitere Substanzen gegen Schmerz und Erschöpfung, wurden in den Etappenpausen eingenommen. Alle Teilnehmer der Tour de Force machten das so.

Folgen Sie sich selbst

Leistung ist etwas Großartiges. Wir alle fühlen uns gut, wenn wir Leistung erbracht haben.  Die Sportler unter uns wissen wovon ich rede. Konnten wir unsere Lieblingsstrecke zügig laufen, sind wir hinterher zufrieden. Hat ein Golfer seinen Ball über das schwere Wasserhindernis  auf dem Green platziert, endet der Tag auf dem Platz mit Genugtuung. Das gleiche gilt für Musiker, die die schwierigsten Stellen in einer Partitur endlich fließend meistern und danach beim spielen Leichtigkeit empfinden.

Gut ist gut genug!

Wir fühlen uns auch zufrieden, wenn wir unser Alltagspensum geschafft haben. Immer wieder und jeden Tag neu. Sein alltägliches Leben zu meistern, fürsorglich zu sein und den Alltag zu bewältigen bedeutet Leistung genug!

Wir selbst können fühlen, wie viel Leistungsanspruch wir uns zumuten können. Ein Muskelkater ist vollkommen OK. In Prüfungsphasen ein bestimmtes Maß an Stress zu erfahren ist normal. Überstunden für ein Projekt sind auch OK, wenn wir danach abtauchen können, um uns zu regenerieren.

Use it or lose it“, sagen die Amerikaner und das stimmt. Anspannung-Entspannung, zwischen diesen Feldern sollten wir uns bewegen.  „Lebe gut“ ist ein kluges Büchlein von Mihaly Csikszentmihalyi. Obwohl ich auch sein Buch über „Flow“ gelesen habe, kann ich den Namen immer noch nicht aussprechen. Der amerikanische Psychologe erklärt in seinen Werken, den höchsten Zustand Emotionaler Intelligenz. Den erleben wir dann, wenn wir etwas im Einklang mit uns selbst tun, das ist Flow!

Nichtstun treibt uns in die Depression. Ständige Überaktivität auch. Beide Extreme entfernen uns von unserem Potenzial, unseren Talenten und Fähigkeiten. Bewahren Sie sich und setzen Sie sich trotzdem ein. Nicht anerkannte Leistung verunsichert uns, nimmt uns die Motivation. Keine Lust mehr auf Engagement. Wir rauchen, wir essen, wir zappen, wir werden wütend und zugleich lustlos und selbstmitleidig. Keine wirklich brauchbare Lösung um mit unserem Defizit umzugehen .

Im Flow mit sich selbst zu handeln ist ein bekömmlicher Idealzustand. Wir richten uns auf, und tanzen mit unseren Talenten Walzer oder irgend einen Tanz. Keiner tritt uns auf die Füße. Rhythmus stellt sich ein, Selbstgefühl und Freude beleben uns egal, wo wir gerade sind, es zählt nicht. Plötzlich können wir uns konzentrieren, fühlen uns leicht und empfinden Freude – Ehrliche Freude. Lassen Sie los und begegnen sie sich selbst, alles andere ergibt sich daraus.

Lebe gut!: Wie Sie das Beste aus Ihrem Leben machen