milchbuchin ihrem vor kurzem im oekom Verlag erschienenen Buch erzählt Andrea Fink-Kessler die faszinierende Geschichte der Milch. So ist es schon lang her, dass die Milch heilig war und Milchopfer für die große Muttergöttin gebracht wurden. Noch länger, seit 65 Millionen Jahren, ist Milch bei den Säugetieren unseres Planeten Ausdruck und Folge der Fruchtbarkeit des Lebens. Denn nur wenn ein neues Leben geboren wird, gibt es Milch – oder wenn dies simuliert wird. Weiter geht es in dem Buch über die Milch der Hirten und Nomaden, später der bäuerlich-häuslichen Milch bis zur heutigen Zeit, in der Milch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist. Denn aus einem leicht verderblichen Nahrungsmittel ist im letzten Jahrhundert ein immer verfügbarer und äußerst umstrittener Rohstoff geworden. Längst geht es nicht mehr nur um die Milch an sich, sondern viel öfter um ihre zerlegbaren Einzelbestandteile, aus denen in der Lebensmittelindustrie immer neue Milchprodukte geschaffen werden. Auch darauf, wo es hingeht mit der Milch, wagt Andrea Fink-Kessler am Ende ihres Buches einen Ausblick. Die Autorin ist Leiterin des Büros für Agrar- und Regionalentwicklung in Kassel. Zu bestellen beim Oekom Verlag