big manAls vor der Küste Ghanas Erdöl entdeckt wird, bricht der Inhaber eines auf Off-Shore-Bohrungen spezialisierten Unternehmens aus Dallas auf, um das bislang vom Erdölfieber verschonte Land für sich zu erobern. Mit der Unterstützung einiger Hedge-Fonds und einem Vertrauensvorschuss der ghanaischen Regierung setzt er alles auf eine Karte. Doch die Regierung wird abgewählt …Um welchen Preis wird der verbissene kapitalistische Wettlauf um die letzten Rohstoffressourcen der Erde geführt? Und wer hat was dabei zu gewinnen? Vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklungen entwirft der Dokumentarfilm eine alptraumhafte Vision der Zukunft Ghanas, die sich aus einer näheren Betrachtung der Situation im Nachbarland Nigeria ergibt. Dort wird bereits seit den 50er Jahren Erdöl gefördert. 60 Jahre und Abermillionen verkaufte Barrel später profitiert die Bevölkerung noch immer nicht von den vereinnahmten Erlösen – stattdessen sind unzählige Milliarden in die Taschen korrupter Honoratioren, Politiker, Erdölfirmen und Zulieferer gewandert. Der direkte Vergleich dieser beiden unterschiedlichen Welten – ein Erdölland am Anfang seiner Fördergeschichte und ein anderes, das schon seit drei Generationen unter dem Fluch des schwarzen Goldes leidet – zeichnet ein überraschend mildes Bild des Menschen und seiner Habgier.Über den eigentlichen Erzählstrang mit seinen dramatischen Wendungen hinaus, lässt der Dokumentarfilm dem Zuschauer genügend Raum, sich seine eigene Meinung über das erbarmungslose Spiel der Kräfte im guten alten kapitalistischen System zu bilden, in dem all die „kleinen Männer“ keine Chance haben, die davon träumen, eines Tages reich und mächtig zu werden.