Bear1Bei Animals Asia sind alle Tage des Jahres rund um die Uhr mit den verschiedensten Aufgaben gefüllt. Jeden Tag, bevor ein Event organisiert, mit Politikern gesprochen oder eine Pressemitteilung aufgesetzt wird, müssen die Bären gefüttert und die Behausungen gesäubert werden. Tierärzte und Bärenpfleger machen ihre Rundgänge.

Wir sagen den Menschen nicht einfach, wie man Tiere liebt und sie pflegt – wir lieben und pflegen Tiere.

Das Problem

Über 10.000 Bären – hauptsächlich Mondbären, aber auch Sonnenbären und Braunbären – werden auf Gallefarmen in China gefangen gehalten, ca. 2.400 sind es in Vietnam. Die Farmer zapfen den Bären regelmäßig Galle ab, die dann in der traditionellen Medizin verwendet wird.

Die Galle wird mittels verschiedener, schmerzhafter und invasiver Techniken abgezapft, durch die massive Infektionen entstehen können. Diese grausame Praktik wird weiterhin angewendet, obwohl bereits viele effektive und kostengünstige pflanzliche und synthetische Alternativen existieren.

Die Farmbären werden meist in winzigen Käfigen gehalten. In China sind die Käfige teilweise so klein, dass die Tiere sich weder umdrehen, noch auf allen Vieren stehen können. Manche Bären werden als Welpen in Käfige gesperrt und nie wieder herausgelassen. Bis zu 30 Jahre können die Tiere auf diese Weise gehalten werden. Die meisten Farmbären hungern, sind dehydriert, leiden unter zahlreichen Krankheiten und bösartigen Tumoren, die sie letztendlich töten.

Kürzlich haben wir eine Liste mit interessanten Fakten aus dem Jahr 2013  zusammengestellt. In unserem Rettungszentrum in China haben die Bären 148,76 Tonnen Gemüse verzehrt – jedes Stück davon wird mit Bedacht in den Gehegen verteilt, damit die Bären danach suchen und sich dabei bewegen müssen. In Vietnam verteilten wir über 22.000 Eisblöcke mit gefrorenen Früchten und Gemüse an die Bären. Sie fanden ihre eigenen, raffinierten Wege, um die Blöcke zu zerschlagen oder aufzutauen, um an die Leckereien im Inneren zu gelangen. Wir verteilten ungefähr 40.000 Frucht-Smoothies mit Medikamenten – ein Fakt, der das Leiden, hervorgerufen durch die Bärengalleindustrie, deutlich macht.

Prominente Persönlichkeiten und die öffentlichen Profile wichtiger Animals Asia Mitarbeiter helfen uns dabei, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen, die für unsere Arbeit so wichtig ist. Ein Großteil unserer Arbeit findet allerdings hinter den Kulissen statt und dreht sich um die Versorgung der Tiere und die Zusammenarbeit mit lokalen Tierschutzgruppen.

Im Jahr 2013 besuchte unser Team von Professor Pfote insgesamt 141 Schulen und unsere Hunde-Doktoren rückten sogar 309 Mal aus, um unsere Botschaft weiter zu verbreiten. In Halong City, Vietnam, wurden etwa 16.000 Flyer an Touristen verteilt, um sie über das Verbot von Bärengalle aufzuklären. In China besuchten 650.000 Menschen unsere Veranstaltungen.

Weihnachten, Neujahr (nach westlichem und östlichem Kalender), Überschwemmungen, Erdbeben, extreme Hitze oder Kälte – ständig müssen Bären gefüttert, Events geplant und Menschen getroffen, unterrichtet und inspiriert werden – damit sie ebenso liebevoll mit Tieren umgehen, wie wir.

Doch auch unsere Unterstützer schlafen nicht. Sie organisieren Fahrradtouren, Hundespaziergänge, Marathonläufe, Verkäufe von Kunsthandwerk – die Liste ist endlos. Alles was wir tun, basiert auf einem Akt der Freundschaft und harter Arbeit unserer Unterstützer, irgendwo auf der Welt.

Wir lieben das was wir tun und ohne Ihre Unterstützung wäre es nicht möglich, unsere Arbeit fortzuführen. Danke für Ihre Hilfe und dafür, dass Sie unsere Überzeugungen teilen. Sie sind unser Ansporn.


Das Jahr, in dem die Öffentlichkeit in China sich gegen Tierschauen wandte

Das Jahr 2013 wird uns im Gedächtnis bleiben als das Jahr, in dem die Öffentlichkeit in China aufstand und sich gegen Tierschauen aussprach. Unser Plakatwettbewerb „Not Born to Perform“ („Nicht zum Auftreten geboren“) fand mit 2.153 Einsendungen einen enormen Anklang.

Der Wettbewerb dokumentierte und unterstützte gleichzeitig das wachsende Bewusstsein der Öffentlichkeit in China. Der Druck der öffentlichen Meinung erzwang letztendlich die Absage eines großen Tier-Karnevals in Jinan, der Hauptstadt der Provinz Shandong. Die Behörden wurden mit einer Flut von Anrufen besorgter Bürger konfrontiert und mussten die Veranstaltung infolgedessen absagen.

Die Absage zeigt, dass die Bürger und die Behörden den Willen haben, Tierschauen zu beenden. Doch viel bleibt noch zu tun. Obwohl das Ministerium für Wohnungsbau und Stadt-Land Entwicklung im Jahr 2010 Tierschauen verboten hat, gibt es noch Schlupflöcher, so dass das erste Internationale Zirkusfestival in China trotz großer Proteste abgehalten wurde. Animals Asia hat dagegen mit einer eigenen Werbekampagne gekämpft, in der die Menschen aufgefordert wurden, nicht teilzunehmen.

Die Organisatoren des Festivals glaubten, es würde den Ruf der Region als Touristenzentrum stärken. Doch das entspricht nicht der wachsenden Akzeptanz für Tierschutz in China – eine Tatsache, die auch von der Ankündigung des Zoos von Nanjing bestätigt wurde, dass die Zahl der Besucher zunimmt, seit die Tierschauen abgeschafft wurden und der Fokus auf Umweltbewusstsein und Information der Besucher gelegt wurde.


Wie eine Werbekampagne Tierliebhaber zusammenbrachte und die Hunde- und Katzenfleischindustrie ärgerte

Animals Asia war mit einer vielbeachteten Medienkampagne in den Schlagzeilen, hat das Bewusstsein über den Verzehr von Hunden und Katzen in China erhöht und eine große Debatte in Gang gebracht.

Insgesamt wurden 279 Plakate für die Kampagne „Be healthy. Say No to Cat and Dog Meat“ („Bleib gesund. Sag Nein zu Katzen- und Hundefleisch“) von Animals Asia produziert und in Bahnhöfen, Busstationen und Aufzügen in 14 chinesischen Städten ausgestellt. So auch in Peking, Shanghai, Guangzhou, Chengdu und Shenzhen. Millionen sahen die Bilder auch online, wo sie unglaublich populär waren. Auf Weibo, der chinesischen Form von Twitter, wurden die Entwürfe in den ersten 24 Stunden schon mehr als 3.000 Mal geteilt – insgesamt mehrere Zehntausend Mal.

Durch die Poster erfuhr das Publikum von den Gesundheitsrisiken, die durch den Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch entstehen können. Die Plakate sollten zum Nachdenken darüber führen, warum Tiere gegessen werden, die ansonsten als Freunde betrachtet werden. Die starke Resonanz auf diese Kampagne entspricht der wachsenden Bereitschaft der chinesischen Öffentlichkeit, dieses Thema anzugehen, die Botschaft zu verbreiten und die Industrie für Hunde- und Katzenfleisch zur Verantwortung zu ziehen.

Die große Aufregung musste zu einer Reaktion führen. Zu der Botschaft, die laut und nicht mehr zu überhören war, gab es natürlich auch Stimmen, die Fehler in der Kampagne suchten. Gern haben wir Korrekturen durchgeführt in dem guten Gefühl, dass die Reaktionen die Wirksamkeit der Kampagne bestätigt haben.

Animal Asia