Martina GebhardtAuf der BioFach/Vivaness erhielt Martina Gebhardt den Demeter Ehrenpreis 2014 für ihre Arbeit als die Naturkosmetikpionierin. Sie begann vor rund 30 Jahren ihre ersten Rezepturen zu erstellen. Auf dem Demeter-Marktplatz überreichten Achim Wagner, Alexander Gerber und Clemens Fischer vom Demeter Verband die Auszeichnung an die Firmengründerin, die sie mit großer Freude entgegennahm (Bild v.l.: Achim Wagner, Dr. Alexander Gerber, Klemens Fischer (alle Demeter e.V.) und Martina Gebhardt).

In der Begründung der Demeter Jury heißt es: „Ihre konsequente Ausrichtung auf höchste Qualität und ihre Entscheidung, ihr komplettes Naturkosmetiksortiment Demeter-zertifizieren zu lassen, ist einmalig in der Branche.“ Von Anfang an standen nicht nur natürliche, sondern bereits biologische Rohstoffe im Mittelpunkt der Martina Gebhardt Naturkosmetik. Sehr schnell wurden diese, wann immer verfügbar, von biologisch-dynamischen Zutaten abgelöst. Seit 2010 ist das gesamte Sortiment Demeter-zertifiziert. „Für uns war es kein großer Schritt, sondern vielmehr die logische Konsequenz unserer Firmenentwicklung“, sagt Gebhardt.

Die Unternehmerin vertraut auf traditionelles Heilpflanzenwissen, bewährte Klosterkräuter und Jahrtausende alte spagyrische Methoden. Während andere über den Recyclinganteil ihrer Plastikverpackung sprechen, setzt sie seit jeher auf hochwertiges Opalglas – edel, schlicht, schützend und ökologisch unschlagbar. Transparenz und Klarheit sind ihr wichtig: „Wir verwenden keine gekauften Kosmetikbausteine. Wenn wir einen Wirkstoff einsetzen, dann haben wir vorher selbst aus der jeweiligen Pflanze eine Tinktur, einen Teeauszug oder ein Mazerat hergestellt. Einzigartig sind auch unsere spagyrischen Essenzen, die in einem aufwendigen Verfahren gewonnen werden.“

Zu Pflanzen hat Martina Gebhardt eine ganz besondere Beziehung. Sie sind wichtige Rohstoffe für die Naturkosmetik, die ihren Namen trägt. „Meist setzen wir ja sogar Heilpflanzen ein. Hybride oder gar Gentechnik sind nach unserem Verständnis völlig falsche, lebensfeindliche Ansätze. „Wir tragen schließlich Verantwortung für die Heilung der Erde“, erklärt die Unternehmerin.

In ihrem Firmensitz, einem restaurierten Bauernhof in der Nähe des Ammersees, trägt alles ihre Handschrift: Das Gebäude die der Architektin Martina Gebhardt, die Kosmetik die der Entdeckerin Martina Gebhardt. Immer neugierig-offen ist sie seit ihrer Jugend den Geheimnissen der Pflanzen auf der Spur – oft geleitet und eingeweiht von indianischen Schamanen oder afrikanischen Weisen. Was sich im Firmenlogo widerspiegelt, bestimmt auch den Prozess ihrer Kosmetikherstellung: Yin und Yang, schwarz und weiß, polar und doch verbunden durch Welle und Kreis.

Die Trennung des Wesentlichen vom Unwesentlichen

Das Schlüsselwort für diese Verbindung zweier Welten ist Transformation. Sie erlebt Martina Gebhardt am intensivsten in der Spagyrik. Mit dieser alchemistischen Methode destilliert sie in ihrer zweiten Heimat, der Wüste von Utah (USA), allein am Lagerfeuer aus Pflanzen hochwertige Essenzen und löst aus deren Asche natürliche Salze. „So wird nur das Reinste gewonnen, das Wesentliche vom Unwesentlichen getrennt. Die Salze enthalten die Information und Energie der Pflanze“, weiß Martina Gebhardt. Die spagyrische Essenz wird dann, wie eine homöopathische Urtinktur, in das Wasser für die Produktion einer Creme oder Körpermilch eingerührt und potenziert. So kann das Pflegeprodukt mit seinen hochwertigen, bevorzugt biodynamischen Demeter-Rohstoffen heilsam werden für die Haut. Ihrer Vision, mit solch ganzheitlicher Qualität Schönheit und Gesundheit für Körper, Seele und Geist zu unterstützen, kommt Martina Gebhardt dabei immer näher. „Das Richtige passiert“, weiß sie aus Erfahrung. Diesem großen Energiestrom vertraut sie sich an – und lässt sich auch nicht irritieren durch Skepsis oder Kritik. Die kam zum Beispiel massiv, als die Frau mit den grauen Strähnen in der langen Mähne eigensinnig eine Happy-Aging-Serie kreierte. „Wie kann aus einem ‚Anti‘ etwas Schönes entstehen?“, fragt sie lachend und bleibt sich treu bis zum letzten Buchstaben auf dem Etikett.

Das Ziel bester Naturkosmetik

Spitzbübisch fällt auch die Antwort auf die Frage aus, welche Serie die Unternehmerin denn selbst benutzt. „Am liebsten meine Männer-Creme. Ihr Duft erinnert mich an die Kräuter in Utah.“ Da weht dann ein Stück ebenso ferne wie tiefe Heimat durch ihr Oberbayern. Und in der Wüste testet sie dann, ob es auch ganz ohne Martina-Gebhardt-Kosmetik geht. „Das muss schließlich das Ziel bester Naturkosmetik sein, dass sich die Haut selbst ausbalanciert und nicht abhängig wird von dem was wir ihr außen anbieten.“ Wie heißt es so passend in ihrer Unternehmens-Philosophie: Der Sinn sind wir selbst. Mit unserer Sinnlichkeit spüren wir auf, was wesentlich für uns ist.

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